Kapitel 22 — Das Paradies auf Erden

Es ist eine verdammte Schufterei auf der Insel. In den ersten Tagen richten wir uns erst einmal häuslich ein. Danach folgen die Rodungen, die ganz schön kräftezehrend sind. Es sind schließlich gewaltige Flächen, die wir von der nicht erwünschten Vegetation befreien mussten. Was wir an Pflanzen und Bäumen noch brauchen, lassen wir natürlich stehen. Aber der Anteil dessen, was weg muss, ist eindeutig größer.

George ist uns eine große Hilfe. Er kennt die Insel perfekt und gibt uns immer wieder Tipps und Ratschläge, die ausgesprochen hilfreich sind. Wir haben den von ihm ausgetrampelten Weg quer durch die Insel weiter ausgebaut. Es ist ausgesprochen mühevoll, die etwa fünfhundert Höhenmeter über den Bergrücken in der Mitte der Insel, zu überwinden. Dabei macht uns anfangs vor allem die unglaubliche Luftfeuchtigkeit schwer zu schaffen. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit auch daran und inzwischen legen wir die Strecke in zwei Stunden locker zurück. Egal wie anstrengend die Überquerung auch ist, der atemberaubende Strand auf der anderen Seite und die äußerst fruchtbaren Anbaugebiete, sind diese Mühe allemal wert.

Wir haben auch einen Weg rund um die Insel herum angelegt und große Felder mit Kokospalmen und Gummibäumen bepflanzt oder die dort bereits gewachsenen Bäume gelassen. In einigen Gebieten in der Nähe der Bucht, in der wir gelandet sind, haben wir Felder mit Bananen, Orangen, Zitronen und Äpfel sowie Gemüse- und Getreidefelder für unsere Versorgung angelegt. In der Bucht selbst soll ein richtiges Dorf entstehen. Unsere Handwerker haben die Planung übernommen und jeder muss sich selbst um den Bau seines Hauses kümmern. Natürlich hilft man sich dabei gegenseitig.

Wir Frauen sind besonders rührig. Wir reden gerne und lange darüber, wie wir die Häuser einrichten. Durch das Reden werden unsere Fantasien ein Stück weit Wirklichkeit, zumindest in unseren Köpfen. Wir sind eben doch Mädchen, die sich gerne mit schönen Dingen umgeben, auch wenn wir in einer recht ursprünglichen Umgebung leben, um nicht zu sagen, in der Wildnis.

Wir haben auch Kontakt zu den anderen Inseln aufgenommen und mit der dortigen Bevölkerung begonnen, Handel zu treiben. Mit den Schiffen sind wir immer wieder zwischen den Inseln unterwegs. Wir haben Vieh gekauft und auf unsere Insel gebracht. Damit haben wir einerseits Fleisch und Milch für unsere Ernährung, andererseits aber auch Ochsen, mit denen die Arbeiten in den Plantagen und beim Hausbau deutlich leichter zu bewerkstelligen sind.

Die schlimmste Zeit waren die ersten Monate. Da hieß es am Tag auf der Insel hart arbeiten und zum Schlafen ging es abends wieder auf die Schiffe zurück. Wir wollten erst richtige Häuser bauen, bevor wir definitiv auf die Insel übersiedeln. Allein George, der schon seine Hütte dort hatte, blieb auf der Insel. Er muss von seinem Schiffsunglück ein schweres Trauma davongetragen haben. Er hat sich Zeit seines Lebens geweigert noch einmal ein Schiff zu betreten. Aus diesem Grund hat er sich auch dazu entschlossen, bei uns zu bleiben. Er hat mein Angebot, ihn mit dem Schiff irgendwohin mitzunehmen, von wo aus er zu seiner kommen könnte, immer abgelehnt.

„Ich lebe schon eine Ewigkeit auf dieser Insel. Da draußen denkt keiner mehr an mich. Jetzt, da Ihr da seid, ist es auf der Insel erst richtig schön“, hat er mir einmal gesagt.

Wir arbeiten zwar alle sehr hart, aber wir halten den Sonntag als Ruhetag ein. Das hat weniger damit zu tun, dass wir sonderlich religiös wären. Nach den Lebenserfahrungen, die jeder einzelne von uns hinter sich hat, glauben wir eher an das Schicksal, als an einen Gott. Aber die Sonntagsruhe ist für uns dennoch heilig, weil wir einen Tag zum Ausruhen brauchen.

Mit Freude erinnere ich mich an unser erstes Weihnachtsfest auf Silhouette. Wir sind erst Anfang Dezember auf der Insel angekommen und waren noch nicht wirklich eingerichtet. Außerdem hat es auf dieser Insel das ganze Jahr über dieselbe Hitze, die keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Aber es war uns wichtig, unsere alten Traditionen nicht aufzugeben. Vermutlich war uns Weihnachten dabei besonders wichtig, weil damit zumindest einige von uns an glückliche Kindheitsmomente erinnert wurden.

Egal warum, wir haben am provisorischen Dorfplatz, der eher einem Baustofflager glich, eine etwas buschige und niedrige Palme geschmückt und als Christbaum missbraucht. Als in der Abendstimmung alle um den Baum herumstanden und Sam auf seiner Ziehharmonika Weihnachtslieder spielte, war das ein echt bewegender Moment. Wir haben alle mitgesungen. Oder sollte man es, zumindest bei einigen, doch lieber als mitgrölen bezeichnen?

Auf jeden Fall, es war Weihnachten, unser erstes Weihnachten in der fernen Heimat. Das warme Klima war der äußere Ausdruck dafür, dass es ein ganz neues, ganz anderes Weihnachtsfest ist, anders als alle bisherigen. Wir sind uns in den Armen gelegen und haben uns ein frohes Fest gewünscht. Wir waren alle glücklich! Ich habe die letzte Flasche vom Rum ausgegeben, den ich noch vom Kapitän des ersten Schiffes hatte, mit dem ich in See gestochen war.

„Komm, wir machen heute einen Ausflug“, weckt mich Blake.

Zu meiner Überraschung ist er schon angezogen. Blake weckt mich? Sonst ist immer er der Morgenmuffel und kommt nur sehr schwer aus den Federn. Die Sonne scheint bereits in die Kapitänskajüte der „Annie“ und ich habe herrlich geschlafen.

„Heute ist Sonntag, warum hast du es denn so eilig?“, frage ich noch schlaftrunken.

Aber Blake lässt mir keine Ruhe, er treibt mich an und scheint es fürchterlich eilig zu haben. Auch beim Frühstück drängt er mich und lässt mir kaum die Zeit, meinen Kaffee zu trinken. Er lässt sich vom Koch noch ein Paket geben und verfrachtet mich dann in ein Beiboot, um an Land zu rudern.

„Wir durchqueren die Insel und genießen den Strand“, eröffnet mir Blake, als wir die Bucht erreichen und er sich in Richtung Landesinnere wendet.

Wir sind jetzt seit zwei Monaten auf der Insel und ich war noch nie auf der anderen Seite. Lediglich die Männer, die mit den Rodungen betraut sind, kennen diesen Teil der Insel. George hat ihnen den Trampelpfad dorthin gezeigt und sie darauf aufmerksam gemacht, dass dort die Hänge besonders fruchtbar sind.

„Was ist denn dort so besonders?“, will ich wissen.

„Lass dich überraschen. Also los!“, bekomme ich nur zur Antwort.

Mir bleibt aber auch nichts erspart! Der Weg quer durch die Insel ist ausgesprochen anstrengend. Zugegeben, es ist gleichzeitig auch unglaublich schön, durch diese unberührte Natur zu wandern. Blake ist ganz aufgeregt und ich sehe ihm an, dass er es kaum erwarten kann, die andere Seite zu erreichen. Was führt dieser Mann bloß im Schilde?

Wir wandern die längste Zeit unter dem Blätterdach des Waldes dahin. Es ist kein dichter Wald und wir können immer wieder den Himmel sehen, der in einem wunderschönen Blau zu uns herunterleuchtet. Als wir den höchsten Punkt der Insel überschreiten, bin ich heilfroh. Es ist eine echte Erleichterung, dass es endlich wieder abwärts geht. Als wir ein kleines Hochplateau erreichen, von dessen Rand aus man einen wunderschönen Ausblick hat, da stockt mir der Atem. Zum ersten Mal erkenne ich unser Ziel. Unter uns liegt der Wald, an den sich eine atemberaubend schöne Bucht mit strahlend weißem Strand anschließt, an den das türkisblaue Meer schwappt. Von hier oben kann ich mir zum ersten Mal vorstellen, wie wunderschön es dort unten sein muss.

Der weitere Abstieg ist leicht und nun treibe ich Blake an und nicht mehr umgekehrt. Ich will diesen Strand sehen, mich in dieses Meer stürzen und darin schwimmen. Dort unten muss es einfach unglaublich schön sein. Als wir schließlich zwischen der letzten Baumreihe hervortreten und der Strand und das Meer vor mir liegen, bleibe ich erst einmal mit offenem Mund stehen. So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen!

„Zieh dich nackt aus. Du darfst den ganzen Tag keine Kleider tragen“, grinst Blake.

„Ist hier denn wirklich niemand?“, frage ich besorgt.

„Hier ist den ganzen Tag niemand“, versichert mir Blake. Er zieht sich selbst auch aus und deshalb tue ich es ihm gleich.

So müssen sich Adam und Eva gefühlt haben! Himmel nochmal, ist das herrlich. Ich stehe nackt am schönsten Strand der Welt und schaue auf ein Meer hinaus, das ein derart intensives Blau hat, dass es fast schon unnatürlich wirkt. Mein Gott, was ist die Welt doch schön! Wenn ich an das düstere London mit seinem trüben Wetter denke, dann kann das hier nur das Paradies sein.

„Danke Philipp! Du bist zwar ein riesen Arsch, aber ohne dich hätte ich dieses Paradies nie gefunden“, rufe ich über die Bucht hinweg und denke dabei an meinen .

„Komm, meine Eva, lass uns schwimmen gehen. Pass aber auf, hier gibt es starke Strömungen. Wenn du nicht Acht gibst, ziehen sie dich ins offene Meer und du wirst erst wieder in Australien an Land geschwemmt“, ruft Blake.

„Stell dir vor, wie peinlich, du würdest nackt in Australien angeschwemmt. Die würden Augen machen!“, lache ich ausgelassen. Ich halte mich bei Blake an der Hand fest, laufe mit ihm gemeinsam auf das Wasser zu und wir stürzen uns übermütig in die Fluten.

Es ist wunderschön! Einfach ein Traum! Das Wasser hat eine angenehme Wärme und die Nacktheit ist ein wunderschönes Gefühl. Es hat nichts Anstößiges an sich. Die Nacktheit ist hier völlig natürlich, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Wenn ich könnte, würde ich nie wieder Kleider anziehen und nie wieder von diesem Strand weggehen.

„Wir werden hier ein Haus erreichten, in dem wir manchmal das Wochenende verbringen können“, meint Blake.

„Au ja!“, kann ich nur sagen. Ich finde diese Idee genial und falle ihm um den Hals. Ich küsse ihn leidenschaftlich und ausgelassen. Ich bin der glücklichste Mensch auf der ganzen Erde.

Auch ihm scheint es hier zu gefallen. Es ist auch einfach zu schön und das Gefühl der Freiheit könnte nicht intensiver sein. Wir kommen erst nach einiger Zeit wieder aus dem Wasser und lassen uns einfach auf den Strand fallen. Er ist weiß, weich und von der Sonne aufgewärmt. Einfach herrlich! Ich liege auf dem Rücken und strecke Arme und Beine von mir. Blake liegt genauso nackt neben mir und auch er holt wieder Luft. Wir sind beide vom Herumtollen im Wasser etwas außer Atem.

„Könnte es schöner sein?“, fragt mich Blake.

„Das ist das Paradies und du bist mein Adam“, sage ich. Ich blicke dabei provokativ auf seinen etwas schrumpeligen Schwanz.

„Dein Adam wird es dir schon noch zeigen“, grinst er.

Er rollt sich zu mir herüber und küsst mich leidenschaftlich. Er drückt mich dabei in den weichen Sand und streichelt meinen Körper. Mit seiner rechten Hand greift er mir schließlich zwischen die Beine und beginnt an meinem Kitzler zu spielen. Der Schuft weiß genau, dass er mich damit in der Hand hat. Im Nu bin ich so geil, dass ich nach seinem Schwanz bettle. Und genau das hat der gemeine Bastard auch im Sinn. Als er dann auch noch einen und schließlich zwei Finger in mich schiebt, ist es definitiv um mich geschehen.

„Bitte fick mich. Jetzt! Ich brauche es!“, bettle ich, als er einmal meinen Mund für kurze Zeit frei gibt.

Ich kann sein überlegenes Grinsen hören, während er sich auf mich schiebt, meine Beine auf seine Achseln legt, seine Eichel an meinem Fötzchen ansetzt und seinen Schwanz in einer geschmeidigen Bewegung in mir versenkt. Ah, ist das geil!

„Das brauche ich! Danke!“, bringe ich noch hervor, bevor er anfängt, mich zu vögeln, was das Zeug hält.

Aha, der Herr ist auch schon geil und will sich einfach erleichtern. Mich geil machen und dann nur auf sich selber schauen, das haben wir ja gerne. Aber so schlimm ist es dann doch nicht. Geil wie ich schon bin, reißt es mich voll mit und ich genieße den harten, rücksichtlosen Fick, den er mir verpasst. Ich werde so stark erregt, dass ich noch vor ihm komme und mich unter ihm versuche aufzubäumen, als die Lust sich in meinem Körper verströmt.

Aber meine Kontraktionen und mein Abgang beflügeln auch ihn. Als er schließlich seinen Pfahl nur noch in mein Inneres presst, weiß ich, dass es auch bei ihm soweit ist. Und genau in diesem Moment spüre ich auch schon den ersten Schub Sperma, den er in mich pumpt und mich mit seinem warmen Samen flutet. Erst als er sich in mir ausgespritzt hat, rollt er sich von mir herab und wir bleiben beide außer Atem im Sand liegen. Ich genieße das Abklingen meines Höhepunktes und bin einfach nur glücklich.

Das hier ist unbestritten das Paradies auf Erden. Am Strand ganz offen vögeln zu können, im weichen, weißen, warmen Sand, umgeben von so viel herrlicher Natur und einem traumhaft schönen Meer, was will man mehr? Was kann denn noch schöner sein, wie kann man das Gefühl von Freiheit noch deutlicher spüren als hier? Mein Gott, wenn ich an das bornierte Leben in London denke, dann erscheint mir die Situation dort, wie ein Gefängnis für Körper und Geist. Das hier ist die Freiheit, welche die Menschheit offenbar verloren hat.

„Mein Schatz, hier bin ich angekommen, hier will ich nicht mehr weg. Dieses Leben und vor allem das Leben mit dir, kann schöner niemals werden. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt!“, gestehe ich Blake.

„Genau deshalb wollte ich dir unbedingt diesen Strand zeigen. Auch ich könnte mir keinen schöneren und freieren Platz vorstellen“, antwortet Blake.

„Hier müssen wir unbedingt ein Haus bauen. Und wenn wir uns zur Ruhe setzen können, dann möchte ich es hier tun.“.

Bei diesen Worten habe ich etwas Flehendes in der Stimme, denn genau das ist es, was ich mir in diesem Augenblick wünsche, sehnlichst wünsche. Mir ist klar, dass ich mich noch nicht zur Ruhe setzen kann, aber dieser Platz wird auf ewig in meinem Herzen sein. Ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen, ich möchte, wenn ich einmal gestorben bin, hier an dieser Stelle begraben sein. Das allerdings sage ich Blake nicht, ich will die Stimmung nicht mit trüben Gedanken belasten.

Blake hat in dem Paket, das er sich vom Koch hat mitgeben lassen, ein köstliches Mittagessen und eine Flasche Rotwein. Er breitet ein Tuch auf dem Sand aus und bereitet unser Mahl vor. Wir setzen uns immer noch nackt in den Sand gegenüber und ich genieße die Köstlichkeiten. Ganz versonnen trinke ich schließlich das zweite Glas Wein.

„Ob mein wusste, welches Paradies er hier gekauft hat? Wusste er, was für einen wunderschönen Fleck Erde er mir da geschenkt hat?“, sinniere ich vor mich hin.

„Ich fürchte nicht, auch wenn ich dir gerne etwas anderes sagen würde. Diese Schönheit muss man gesehen haben, um sie zu begreifen“, antwortet Blake und hat damit völlig Recht.

„Ich mache mir auch keine Illusionen. Mein wollte mich verstoßen aber nicht ganz meinem Schicksal überlassen. Deshalb hat er mir dieses Land geschenkt. Du hast sicher Recht, er war sich wohl sicher nicht im Klaren darüber, wie abenteuerlich es für eine Frau ist, von London hierher zu gelangen. Man kann ihm aber auch nicht wirklich böse deshalb sein, mein Vater ist nie aus London herausgekommen. Ich glaube nicht, dass er eine Vorstellung von der Weite und vor allem von der Schönheit der Welt hat.“

„Das Wichtigste ist, dass wir hier sind und, dass wir zusammen sind. Der schönste Ort der Welt ist nicht das, was er sein könnte, wenn du nicht bei mir bist“, gesteht mir mein .

Ich bin tief gerührt von seinen Worten und von seiner Liebe. Ich kann ihn gut verstehen, denn mir ergeht es schließlich nicht anders. Ich nehme ihn in den Arm, lege meine Lippen auf die seinen und küsse ihn mit aller Leidenschaft und Liebe, zu der ich fähig bin.

Nach dem Essen bleiben wir eine ganze Weile im Sand liegen. Wir genießen die Einsamkeit, das Alleinsein und die Schönheit dieser Bucht. Als die Sonne den Zenit bereits überschritten hat, gehen wir noch einmal ins Wasser. Erneut toben wir drinnen herum, diesmal allerdings im Uferbereich.

„Ich fick´ dich jetzt im Stehen“, kündigt mir Blake an und zieht mich zu sich heran.

Ich lasse das nur zu gerne mit mir geschehen und lege meine Arme voller Vorfreude um seinen Hals, um mich daran festzuhalten. Er hingegen greift nach meinen Oberschenkeln und hebt mich hoch, um mich wenig später über seinem Speer zu positionieren, der schon wieder steil nach oben ragt. Als er mich langsam absinken lässt, erkenne ich den Unterschied. Durch das Wasser hat mein Körper Auftrieb und der Fick ist viel ruhiger und langsamer. Ich sacke nicht so schnell auf seinen Schwanz, wenn er mich fallen lässt und sein Pfahl bohrt sich nicht so kraftvoll in mich zurück. Er fickt mich als wäre es in Zeitlupe, ich kann jede einzelne Bewegung ganz genau fühlen.

Das kühle Wasser des Ozeans und die sanften, wenn auch intensiven Bewegungen in meinem Körperinneren bewirken, dass wir beide nur ganz langsam erregt werden, dass die Lust nur langsam beginnt und sich allmählich in uns aufzubauen. Auf diese Weise schaffen wir es, dass wir uns wirklich eine unglaublich lange Zeit lieben. Das ist auch nur deshalb möglich, weil es hier im Wasser nicht anstrengend ist. Die Bewegungen gehen fast, wie von alleine. Ich wurde noch nie so gefickt und es ist für mich eine völlig neue Erfahrung.

Derart in Zeitlupe zum Höhepunkt zu gelangen ist einerseits wunderschön und eine ganz neue Intensität, andererseits aber zehren die Ungeduld und das Verlangen, endlich zur Erlösung zu kommen, an meinen Nerven. Dafür ist es umso schöner, als es endlich soweit ist. Als Blake als erster zum Orgasmus kommt, sich von unten her mit Vehemenz in meinen Lustkanal drückt und mir seinen Samen in meinen Unterleib schießt, da reißt es auch mich mit. Ich komme mit einem lustvollen Schrei, der von den Bergen zurückgeworfen wird. Ein Lustschrei mit Echo, auch das ist neu für mich.

„Das war ein wunderschöner Sonntag. Danke für diesen unvergesslichen Tag!“, bedanke ich mich bei Blake, als wir am späteren Nachmittag aufbrechen, um mit Widerwillen doch zurück in unsere kleine Zivilisation zu gehen.

„Wir kommen wieder hierher, das verspreche ich“, ist die Antwort meines Mannes. Ich liebe ihn so unglaublich!

Kapitel 23 — Man will uns vertreiben

Auch wenn die Bewohner der Hauptinsel mit uns Handel treiben und wir mit diesen einen recht regen Austausch pflegten, sie bleiben uns gegenüber reserviert. Ich bin immer wieder froh, wenn ich nach einem Besuch dort, wieder auf Silhouette zurückkehre. Auf der Hauptinsel ist mir einfach nicht ganz wohl. Ich kann zwar nicht sagen, warum dem so ist, aber ich habe eben ein flaues Gefühl in meiner Magengrube, solange ich mit diesen Menschen zu tun habe.

Wir sind inzwischen knapp ein Jahr auf der Insel und haben uns recht gut eingelebt. Wir arbeiten hart und kommen gut voran. Die Sonntage verbringen Blake und ich, wann immer es geht, in unserer Bucht auf der anderen Seite der Insel. Ich kann es nicht verstehen, warum die anderen nicht dorthin wandern, um einen schönen Tag zu erleben. Aber, wenn ich ehrlich bin, ist es mir lieber so. Solange niemand dort hinüber geht, können wir beide uns dort nackt und frei bewegen und lieben.

Bei unserem letzten Besuch auf der Hauptinsel wurden wir von den Bewohnern darauf angesprochen, was wir hier denn so lange tun. Ich glaube, die sind davon ausgegangen, dass wir uns bald wieder aus dem Staub machen. Bei unseren Gesprächen haben wir den Leuten aber immer klar gemacht, dass wir für immer bleiben werden.

Ich liege in unserer Kabine und schlage gerade die Augen auf, als ich draußen lautes Rufen vernehme. Ich wecke Blake und laufe zum Fenster unserer Kajüte. Was ich da sehe ist beeindruckend. Unzählige kleine Boote haben unsere beiden Schiffe eingekreist. Die Männer darin sind bewaffnet und haben eine Art Bemalung.

„Das kann nichts Gutes Bedeuten. Auf, auf, du Schlafmütze“, stoße ich Blake nochmals mit Nachdruck an und springe in meine Kleider.

Durch meine Worte aufgeschreckt, ist auch im Nu angezogen und schaut aus dem Fenster.

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