Ich hatte meinem Süßen versprochen, mit ihm und meiner zu ihrem 80sten Geburtstag an den Bodensee zu fahren. Meine Begeisterung hielt sich sehr in Grenzen, ist sie zwar ganz nett, aber zwei Stunden zum Nachmittagskaffee sind schon was anderes als eine ganze Woche am Bodensee in einer Ferienwohnung. Nun ja, ich hatte mich breit schlagen lassen. Was tut man nicht alles aus Liebe und um des lieben Friedens willen. Außerdem habe ich ihm als Gegenleistung zwei Wochen Gran Canaria im November abgerungen. Er mag das eigentlich gar nicht, denn er ist eher tragisch, sprich monogam, veranlagt. So muss er dort in den Dünen und im Jumbo Centrum genauso über seinen eigenen Schatten springen, wie ich auf der Insel Mainau, oder in Lindau.

Also nichts gegen den Bodensee. Wunderschön ist dort alles, besonders im Frühling, wenn alles wächst und sprießt, aber mit Schwiegermama und als Sexsüchtiger, doch etwas gewöhnungsbedürftig. Zwei Tage war schönes Wetter, und dann, den Rest der Woche gab es Dauerregen. Schwierig, Schwiegermama bei Laune zu halten, aber das konnte ich zum Glück überwiegend auf meinen Süßen abwälzen. Allerdings gab es kaum Möglichkeiten auszuweichen. In Hagnau ist das Nachtleben mau und auf der örtlichen Klappe kann man eher inkontinente Rentner, als geile Säue antreffen. Ich weiß das, weil mich die Verzweiflung zweimal dahin verschlagen hat.

Nun sind wir also am See, es regnet, ich bin geil, aber mit ihr im Nachbarzimmer krieg ich keinen hoch und selbst wenn … Nee, … es gibt Sachen, die gehen einfach nicht. Außerdem bin ich auch noch auf Nikotinentzug, weil sie nicht erfahren soll, dass ich wieder rauche. Insgesamt ist die Situation, so rein spermatisch gesehen, also eher schwierig. Bei der Besichtigung der Folterkammern der Dagobertsburg in Meersburg, bin ich so geil geworden, dass ich mich aufs Herrenklo verziehen musste um mir schnell einen runterzuholen. Ich war ganz kurz vor dem Abspritzen, als mein Süßer an die Tür klopfte und mit ungutem verheißendem Tonfall rief: „Wann kommst Du denn endlich? Das Schiff fährt gleich los. Meine ist schon ganz nervös!“

Und so klappte es dort mit der Erleichterung meiner Lendenpein auch nicht. Fünf Tage waren noch durchzustehen. Ich zählte heimlich die Stunden. Sie vergingen, wenn auch zäh.

Schließlich war der vorletzte Tag angebrochen und wir hatten uns eine Fahrt nach Bregenz vorgenommen. Drei Stunden mit dem Ausflugsdampfer über den See, zwei Stunden Aufenthalt und dann wieder drei Stunden zurück. Regen und sogar Schneetreiben begleiteten uns über den See. Karten spielen und hoffen, dass die Zeit irgendwie verging, mehr war nicht drin.

Gestern schon waren wir auf demselben Dampfer gewesen. Die gleiche Strecke, die gleiche Besatzung, der gleiche Regen, aber ne halbe Stunde weniger, nur bis Lindau.

Bei diesem Wetter und weil auch noch Vorsaison war, war sehr wenig los an Bord. Die Kellner hatten nichts zu tun, hingen zwischen den einzelnen Häfen mit dem Rest der Mannschaft um den Personaltisch herum, gingen öfter mal eine rauchen, sogar ein Flachmann machte die Runde. Sie waren eigentlich besser drauf, als all die verbissenen Rentner, die ihre Bodenseekarte abfahren mussten und verdrossen in den Regen hinaus schauten.

Einer von den Kellnern war mir gestern schon aufgefallen. Eine geile Sau vor dem Herrn, mutmaßlich völlig heterosexuell, aber sehr schön anzuschauen. Man wird ja bescheiden in seinen Wünschen. So vom Typ her, ums mal gemein auszudrücken, so ein Latin Lover für Arme. Ich schätzte ihn auf Ende vierzig. Am auffallendsten an ihm war seine akkurat nach hinten gekämmte Gelfrisur. Wahrscheinlich sogar Pomade und kein Gel, das Haar schwarz und so lang, dass es hinten im Nacken in eine kleine Locke auslief. Vom Teint her südländisch, buschige Augenbrauen, geile Stoppelfräse im Gesicht, dunkle Augen, ein freches Grinsen, kräftig behaarte Unterarme und eine schwarze Brustbehaarung, die sich frech oben aus seinem Hemd herauskräuselte. Ja, dieser Typ war wirklich das aufregendste, was ich hier unten am See so zu sehen bekommen hatte.

Und ich hatte gleich von der ersten Begegnung an einen Stein im Brett bei ihm, denn ich hatte auf den ohnehin schon überteuerten Cappuccino, den ich bei ihm bestellt hatte, noch ein fettes Trinkgeld draufgelegt. Gekauftes Karma nenn ich das. Während der drei Stunden Getucker liefen wir uns öfters über den Weg, wenn er mal wieder eine rauchen ging und ich an der frischen Luft Erholung vom Schwiegermutterstress suchte. Er nickte mir immer freundlich zu und grinste sein geiles Grinsen. Was hätt ich so gerne seine Zigarettenstummel abgelutscht … und einiges andere auch. Er waberte unentwegt durch meine Tagträume während ich hinaus auf das graue Wasser von oben und unten blickte. Ich konnte fast seinen Achselschweiß riechen. Nur schade, dass sein kleines Kellnerschürzchen den Blick auf seinen Schritt verbarg. Ich hätte gerne gesehen, was für eine Beule er in der Hose hatte.

Auf dem Rückweg von Lindau war ich mit den Nerven soweit am Ende gewesen, dass ich zu meinem nächsten Heißgetränk noch einen Wodka dazu bestellte. Den kippte ich noch am Tresen. Den zweiten machte er noch etwas voller. Er deutete mit dem Daumen nach unten, wo wir im stickigsten Teil des Schiffes (‚oben zieht es so‘) saßen und ich versuchte meine schlechte Laune in den Griff zu bekommen.

„Familie?“, fragte er.

Ich nickte. „!“

„Ja, kenn‘ ich!“, meinte er mitfühlend. „Der geht aufs Haus!“, und er goss mir einen dritten ein.

So gestärkt wankte ich zurück zu unserem Platz und konnte mich vor einer weiteren Runde Canasta nicht mehr drücken. Aber immerhin hatte ich einen im Kahn.

Am nächsten Tag, es regnete immer noch, gingen wir wieder an Bord. Diesmal noch ne halbe Stunde weiter, bis nach Bregenz. Es war noch weniger los als am Vortag. Als ich meinen Cappuccino bestellte, gab es ungefragt noch einen Wodka dazu. Eine seiner Kolleginnen kam dazu.

„Ich mach mal Pause. Schaffst du das alleine hier, Bronco?“

Grunz. Bronco hieß die geile Sau! Er hieß wie er aussah!

Der Dampfer pflügte sich unbeeindruckt vom Wetter und von geilen Kellnern durch die graue, nasse Einöde draußen. Ich drückte mich, wann immer ich konnte, vor der nächsten Canastarunde und streunerte über das Schiff. Irgendwann, kurz nach Friedrichshafen, stand ich an den Ausgängen rum, wo auch das Kassenhäuschen und ein Personaltisch waren. Dort saß einer von den feschen ‚Jungmatrosen‘ und war völlig vertieft in sein Tablet, das vor ihm auf dem Tisch lag. So bemerkte er auch nicht, dass Bronco und ein weiterer hinter ihm auftauchten und ihm interessiert über die Schulter schauten.

„Schau mal einer an! Da guckt einer Pornos auf den Diensttablet!“

Erschrocken wischte er über den Bildschirm um das Corpus Delicti verschwinden zu lassen.

„Quatsch, ich guck doch kein Porno ich hab nur…“

„… ne medizinische Begutachtung von dicken Titten machen wollen!“, ergänzte Bronco den Satz und lachte. „Zeig doch mal her!“

Aber das Gerät war schon ausgeschaltet.

„War eh ein Scheißfilm!“, meinte der Leichtmatrose. „Hier hat man ja auch kaum Netz.“ Er musterte seinen Bordkollegen abschätzend von oben bis unten. Offenbar wollte er vom Thema ablenken. „Aber vielleicht solltest du selber mal bei einem mitspielen. Bronco, so mit Stöckeln und Strapsen, das Haar ein bisschen anders, das würde bestimmt gehen!“

„Ich geb‘ dir gleich Strapse. Du guckst zu viel Porno!“, grunzte Bronco ziemlich angepisst zurück.

„Ja, ja, schon gut, war’n Witz. … Vielleicht hast du ja Recht. Ich häng öfters bei x-bieber rum, da sieht man viel Selbstgemachtes. So alle möglichen Filme. Was soll ich auch sonst machen? Meine hat immer Nachtschicht, ich seh sie kaum noch und nach der Arbeit hat sie keine Lust mehr. Irgendwo muss man doch hin damit. Eigentlich würde ich ja gerne mal bei sowas mitmachen, aber mit Freundin…“ Er ließ den Satz unvollendet und schaute verträumt aufs Wasser.“

„Dich würden die doch eh nicht nehmen. Da musst du aussehen wie ein Modell um da mitmachen zu dürfen. Aber träum‘ ruhig weiter!“

Doch das wollte der Leichtmatrose nicht auf sich sitzen lassen. „Klar würden die mich nehmen. Ich bin jung, geh ins Sportstudio und untenrum … naja, hat sich noch keine beschwert. … Ihr wisst was ich meine …“ Er grinste. „Ihr kennt doch den Lukas. Der große, der in der Hauptsaison immer hier ist, der hat nämlich auch schon mal in echt in so nem Porno mitgemacht, hat er mir erzählt. Oder fast. Ganz hat’s wohl nicht geklappt. Der ist extra nach Berlin gefahren, und da waren eine Frau und dreihundert Männer. Und die sollten alle über die rüber. Aber nach hundertfünfzig konnte sie nicht mehr und er kam nicht mehr richtig zum Schuss. Aber immerhin hat der Rest dann noch auf sie drauf wixen dürfen. …“

Ich stand hinter Bronco, als sein Kollege das erzählte und ich konnte, da er sehr breitbeinig, ganz nach Seemannsart, der Geschichte lauschte, genau sehen, wie er sich in den Schritt griff und sein Gemächt kräftig knetete. So ganz unbeteiligt ließ ihn der Gedanke an Pornos und Warteschlangen vor nymphomanen, vollbusigen Blondinen offensichtlich nicht.

Das war das geilste, was ich in den letzten zwei Wochen gesehen hatte, ich bekam große Augen und fühlte es in meiner Hose pochen. – Ralf König prägte einst den Ausdruck des ‚Pflaumensturzes‘. Bis heute weiß niemand so genau was das ist. Ich könnte in diesem Augenblick einen erlebt haben. – Mir wurde ganz schwindelig und der Boden unter meinen Füßen schien zu schwanken. Das lag dann allerdings daran, dass unser stolzes Schiff gerade zum Anlegemanöver in Wasserburg manövrierte. Da dort nichts weiter passierte, als dass eine verdrossen dreinschauende Rentnergruppe in roten Multifunktionsjacken und mit Regenschirmen das Boot verließ, brauchte Bronco nicht einmal zurück zur Bar, sondern er konnte die Zeit nutzen, nach hinten zu gehen, eine Zigarette zu rauchen und möglicherweise über Pornoproduktionen im Allgemeinen, unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, dass er nun einen leibhaftigen Pornostar kannte, nachzudenken.

Irgendein Urtrieb brachte mich dazu ihm zu folgen. Der Regen plädderte gemütlich auf den See, aber hinten auf dem Raucherdeck war es trocken und leer. Bronco stand an der Heckrehling, blickte versonnen auf die Spur, die das Schiff im Wasser hinterließ und produzierte Nikotinwölkchen, die sich aber in der feuchten Luft sofort auflösten. Ich ging zu ihm hin.

„Entschuldigung!“, sagte ich, was ihn schreckhaft zusammenzucken ließ. Dann sah er mich fragend an.

„Es ist mir ja sehr unangenehm zu fragen, aber … ob ich wohl eine Zigarette von ihnen schnorren dürfte?“

Er grinste mich an. „So schlimm da drinnen?“ Er deutete über die Schulter, wo zwei ‚Salons‘ weiter, meine Begleitung saß.

„Wissen sie, Nikotinentzug alleine ist ja schon heftig genug, … aber im Regen … auf dem See … mit der Schwiegermutter. Ich sage ihnen. Da hilft auch kein Wodka mehr. Ich brauche Nikotin!“

„Da haben sie mein vollstes Verständnis. Ich versuche auch dauernd es mir abzugewöhnen. Bitte bedienen sie sich!“

Er hielt mir seine Schachtel hin, ich nahm mir eine, steckte sie in den Mund, er griff sich in die Hosentasche um sein Feuerzeug rauszuholen und mir Feuer zu geben. Es war sehr windig dort am Heck, die Flamme flackerte immer nur kurz auf, um dann wieder zu verlöschen. So trat er ganz nah an mich heran, schützte sie mit seinen hohlen Händen und kam damit ganz nah an mein Gesicht, als er sie an die Zigarette hielt. Nun konnte ich wirklich seinen Schweiß riechen. … Männerschweiß macht mich immer ganz schwach. … Schließlich standen wir rauchend und schweigend nebeneinander. Ich war im Jagdmodus.

„Ich hab da eben zufällig das Gespräch mit ihren Kollegen mit angehört. Das klang ja ganz schön aufregend.“

„Ja! Nicht wahr! Mir lässt das auch keine Ruhe. Ich kann das einfach nicht glauben. Dreihundert Kerle für eine Frau? … Das kann doch gar nicht gehen!“, sprudelte es ihm heraus. Da hatte ich offensichtlich auf den Nerv getroffen.

„Ich denke auch, da hat dieser Lukas wohl ein bisschen übertrieben. Man kann da bestimmt getrost eine Null wegstreichen. Das ist wohl realistischer.“

„Aber selbst wenn“, erwiderte Bronco. „Fünfunddreißig wären ja immer noch ne ganze Menge. … Und anstehen, wie beim Brötchen holen. … Wenn ICH da vorne in der Schlange gewesen wäre, da hätten die nach mir aber nicht mehr viel zu tun gehabt. … Da hätte man doch gerne dabei sein wollen, oder nicht?“, sinnierte er und knetete wieder in seinem Schritt.

Ich beschloss auf Frontalangriff zu gehen. „Oh ja, das könnte ich mir auch gut vorstellen. Sowas ist spannend. Ich hab selbst mal vor Jahren in so einem Film mitgespielt. Das hat echt Spaß gemacht, so mit den Kameras und dem Licht und allem. Da denk ich heute noch gern dran. Aber da waren keine fünfunddreißig Kerle für ein …“, ich legte eine kleine Kunstpause ein, „… Loch!“

Er sah mich erstaunt an. „Wirklich? Sie haben mal bei einem mitgemacht? Ich fass es nicht, schon der zweite an einem Tag? … Oder wollen sie mich verarschen?“

„Nein, nein, bestimmt nicht. Der schwirrt sogar noch irgendwo im Netz herum. Ich kann ihnen den Link geben, dann können sie sich selbst davon überzeugen. Da braucht man sich auch nicht zu schämen, wenn man sowas macht, oder einem der Gedanke gefällt. Man tut nichts verbotenes, man schadet niemandem, wir hatten damals ne gute Zeit.“

Bronco fingerte nervös in seiner Tasche herum, holte die Zigarettenschachtel wieder raus, zündete sich noch eine an und hielt sie mir anbietend hin. Beim Feuer geben kamen wir uns wieder ziemlich nah. Mir stellten sich die Nackenhaare auf.

„Und? Wie läuft sowas dann? Mit Casting und so? Muss man da seinen … muss man da vorher zeigen was man hat, oder wie? Kann man sich die Partnerin aussuchen, oder muss man nehmen, was die einem geben?“

„Nee, das war eigentlich ganz unspektakulär. ich hatte mitbekommen, dass die in der Stadt sind und einen Porno drehen wollten. Da bin ich einfach zu ihnen hin, hab gefragt und sie haben mich unbesehen genommen. War echt geil damals …“ Ich blickte verträumt lächelnd auf den See und zog an meiner Zigarette.

„Und?“, fragte Bronco ungeduldig, „wie ging es dann weiter? Gings dann auch richtig zur Sache??? Also ich meine so … richtig richtig!“

„Sie meinen ob ich da aktiv mitgeackert habe? Ja, das kann man so sagen. Ich hatte ne Menge zu tun! Aber bei dem Teil des Filmes in dem ich vorkomme, geht es nicht um … naja, … sie wissen schon … also auf gut deutsch: Gefickt wurde da nicht, da ging es ums blasen. … Oralverkehr … also … Schwänze lutschen.“

Bronco war einen Moment still, wieder griff er sich ins Gemächt. „Wenn man sich da vor laufender Kamera äh … bearbeiten lässt, so vor allen Leuten … ist das nicht peinlich? „

„Ach was“, wiegelte ich ab. „Die ganze Atmosphäre da war dermaßen geil, da hatte ich gar kein Problem damit. Das Ganze wurde in so einem SM-Schuppen gedreht. Halt so mit Ketten, und Pranger, Käfigen und Slings. Alles düster … natürlich für den Film ausgeleuchtet … An den Wänden hingen so Peitschen und so’n Zeugs. Hatte ich noch nie vorher gesehen, sowas.“

Ich merkte wie Bronco immer nervöser wurde. Trotz des eisigen Windes hatte er bestimmt heiße Ohren. Wieder ließ er seine Hand in seine südlichen Gefilde wandern.

„Slings, das sind so Liebesschaukeln, so ne Art Matten aus Leder, die an Ketten hängen“, fügte ich noch erklärend hinzu.

Er zog an seiner Zigarette. „Ich weiß was …“, begann er, dann bekam er einen heftigen Hustenanfall. … Ja, ja, rauchen und reden! … Ich klopfte ihm ein Mal auf den Rücken. Als er sich wieder gefangen hatte fing er noch einmal an. „Ich weiß was Slings sind. Wir leben hier ja auch nicht hinter dem Mond. Sieht man doch dauernd in irgendwelchen Sexsendungen im Fernsehen. … Ob sowas bequem ist … ich meine wenn man davor steht und … naja …“

„Doch, bequem sind die. Auf der einen Seite, für den … äh, … passiven, sehr rückenfreundlich, auf der anderen hat man das … Loch immer auf genau der Höhe in der man es braucht. Man hat einen festen Stand und braucht im Idealfall nur die Schaukel vor und zurück zu ziehen, da kann man dann … fast ohne sich dabei zu bewegen. Eine tolle Erfindung.“

Bronco war immer noch ganz Ohr. „Also, wie war das denn dann so mit dem oralen blasen vor der Kamera. Ging das schnell? Wurde man nach Zeit bezahlt, oder nach Leistung, oder gab’s eine Pauschale?“

„Ich hab das ja nicht wegen des Geldes gemacht. Das war nicht viel. Einfach eine Pauschale. 200 Euro auf die Hand, das war’s dann. Aber mir ging es eh nur um den Spaß, und den hatte ich. Da waren insgesamt so ein Dutzend Kerle, die abgeblasen werden mussten. Und wir waren drei Bläser, also im Schnitt vier für jeden. Aber das ging dann etwas durcheinander, mal den, dann wieder den, ich könnte gar nicht sagen wie viele ich davon selber zum Abspr…, äh zum Höhepunkt gebracht habe. Damit hatten wir etwa drei Stunden zu tun. Musste ja vieles wiederholt werden für die Kamera. Aber ich hab meinen Schnitt schon gemacht. Das war echt ein tolles Erlebnis. So viele Schwänze, man konnte sich bedienen, wo man wollte. Ein richtiges Buffet.“

Bronco sah mich verblüfft an und musterte mich ‚unauffällig‘ von oben bis unten. Für den Moment hatte es ihm wohl die Sprache verschlagen. Und auf ein Neues musste seine Hand noch einmal befühlen, ob unten bei ihm noch alles da war. Ich beschloss noch einen nachzulegen.

„Und das beste kommt noch. Nachdem die Blasszenen im Kasten waren, machten meine zwei Kollegen Feierabend, aber ich hatte mit dem Regisseur ausgehandelt, dass ich danach, bis Drehschluss, für die Darsteller als Anbläser zur Verfügung stehen sollte. Das war natürlich der Traumjob für mich!“

„Anbläser???“, krächzte Bronco. Trotz seines dunklen Teints sah ich genau, dass er rot wurde.

„Ja, Anbläser. Da hilft man dann aus, wenn während des Drehs mal der eine oder andere schlapp macht. Dann holt man den Anbläser und der kümmert sich dann darum, dass die Arbeitsbereitschaft wieder hergestellt wird. Ich hatte also nichts anders zu tun, als Schwänze steif zu lutschen. Nur schade, dass ich sie nicht bis zum Ende bearbeiten durfte. Das Sperma war ja für die Kamera. … Das wäre ein Festschmaus gewesen!“

Das Schiff stampfte weiter tapfer gegen den See in Richtung Bregenz an. Der Wind pfiff mir eisig und nass ins Gesicht, aber ich war geil, wie Nachbars Lumpi. Aus dem Vorsatz heraus Bronco geil zu quatschen, hatte ich mich selber auf Hochtemperatur gebracht. Von den nächsten Sekunden würden Erfolg oder Misserfolg abhängen.

„A-Also, versteh ich das richtig? Das war ein Schwulenporno?“, brachte Bronco heraus.

„Ja, klar, was denn sonst. Ich dachte ihnen sei klar, dass ich schwul bin. So von wegen Schwiegermama und so. Ich meine … wenn ich nicht schwul wäre, dann würde ich wohl kaum mit solcher Leidenschaft Schwänze lutschen. … Und ich mache das ziemlich gut, hat man mir gesagt. … Ach ja, … so ein schöner, … geiler, … fleischiger … Schwanz, … das wärs jetzt. Die beste Medizin, gegen das trübe Wetter.“ Und so billig das auch ist, ich leckte mir nuttig über die Lippen und fügte hinzu: „Ich weiß schon gar nicht mehr wie Sperma schmeckt. …“

Jetzt musterte ich ihn auffällig von oben bis unten, wobei mein Blick auf seiner kleinen Kellnerschürze ziemlich lange haften blieb. Und … Bingo! Seine Hand schob sich direkt in das Zentrum meines Interesses und machte den Machoprobegriff. Wir sahen uns an. Er grinste.

„Lust?“, fragte ich.

„Wir haben noch fünfzehn Minuten bis Bregenz. Reicht das?“

„Wenn nicht, haben wir ja noch die Rückfahrt. Die Klos sind da hinten rechts, habe ich gesehen. Ich geh‘ vor, du kommst nach! Ok?“

„Ok. … Übrigens, ich heiße Bronco!“

Er hielt mir ganz förmlich seine Hand entgegen. Ich drückte sie. Erster richtiger Körperkontakt. Fest und männlich war sein Händedruck, aber auch ein bisschen schweißig. „Angenehm! Ich heiße Blasmaul!“, erwiderte ich, grinste ihn an und verschwand Richtung Männerklo.

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